Monitoring für Getreidekrankheiten nutzen

Monitoring ProbenahmeZoombild vorhanden

Probenahme auf dem Feld

Montag ist wieder Monitoring-Tag

Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) führt zusammen mit den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten das Monitoring-Programm für Getreidekrankheiten aufgrund seiner Bedeutung für die Praxis des umweltgerechten Pflanzenbaus auch im Jahr 2022 fort. Für die Umsetzung der politischen Vorgabe, den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel auf das unbedingt notwendige Maß zu reduzieren, liefert das Monitoring im Bereich der Getreidekrankheiten entscheidende Daten. Nur mit ihnen lässt sich die jährliche Befallssituation wissenschaftlich fundiert und unabhängig bewerten.

Monitoring HaupttriebeZoombild vorhanden

Aufbereitung der Feldproben

Feldproben werden im Labor exakt untersucht
Das Sachgebiet Landnutzung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ansbach übernimmt für ganz Mittelfranken die zeitgerechte Untersuchung der Getreideproben im Labor und gibt die Befallswerte der Schaderreger in ein Datenerfassungssystem ein, das die Grundlage für die Veröffentlichung durch die LfL im Internet bildet.
Auf diese Weise werden für die Beratung und die landwirtschaftliche Praxis Entscheidungshilfen für gezielte Pflanzenschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt, um die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken.

Soll das fachlich unbedingt notwendige Maß aus politischen Gründen weiter reduziert werden, sind entsprechende Ausgleichsmaßnahmen über Umweltprogramme wie z. B. das KuLaP nötig, um finanzielle Verluste auszugleichen.

Person schaut durch MikroskopZoombild vorhanden

Diagnose im Labor

Woche für Woche aktuelle Untersuchungen und Ergebnisse
Von Anfang April bis Mitte Juni wird wöchentlich der Befall mit den wichtigsten Pilzkrankheiten in fungizidfreien Spritzfenstern von Praxisschlägen beprobt und die Bekämpfungswürdigkeit der einzelnen Schaderreger anhand von wissenschaftlich definierten Bekämpfungsschwellen nach dem "Weizen- und Gerstenmodell Bayern" eingestuft. Das Sachgebiet Landnutzung informiert in Zusammenarbeit mit dem Erzeugerring für landwirtschaftlich pflanzliche Qualitätsprodukte zeitnah, ob wirtschaftliche Schadschwellen überschritten sind oder nicht und gibt eine Empfehlung zum optimalen Vorgehen.

Darüber hinaus werden die Ergebnisse aller Standorte wöchentlich von der LfL in Übersichtskarten und Regionaltabellen mit Fachkommentar im Internet und in landwirtschaftlichen Printmedien dargestellt und der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Wenn das Monitoring im Juli zu Ende geht, werden in Mittelfranken von 25 Schlägen insgesamt mindestens 220 Pflanzenproben gezogen und im Labor 6.500 Halme mit über 23.000 Blättern untersucht sein.