Zahlen und Fakten 2021
Land- und Forstwirtschaft in unserem Dienstgebiet

Piktogramme zu Zahlen und Fakten

Von der Frankenhöhe im Norden bis zum Hesselberg im Süden erstreckt sich unser Dienstgebiet. Es umfasst Bayerns größten Landkreis Ansbach und die kreisfreie Stadt Ansbach mit insgesamt ca. 2.072 km² Fläche. In 58 Gemeinden leben 226.997 Menschen.

Mit etwa 57 500 Hektar Waldfläche und 115 025 Hektar landwirtschaftlicher Fläche sind rund 83 Prozent (207 200 Hektar) der Fläche unseres Dienstgebietes land- und forstwirtschaftlich genutzt. Unsere Region prägen 3.290 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Die Zahl ist in den vergangenen Jahren gesunken. Der Trend zeigt: Es gibt weniger, dafür größere Betriebe. Inzwischen bewirtschaften 40 Betriebe mehr als 200 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche.

Durchschnittliche Betriebsgrößen

  • Gesamte Betriebe: 35 Hektar/Betrieb
  • Haupterwerbsbetriebe: 78 Hektar/Betrieb
  • Nebenerwerbsbetriebe: 14 Hektar/Betrieb
  • Ökobetriebe: 47 Hektar/Betrieb

Energielandwirtschaft (Biogasanlagen)

  • Anzahl Biogasanlagen: 185
  • Installierte elektrische Leistung: 133 MW
Anzahl der Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe
Anzahl der Betriebe und Größe der von ihnen landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF)
AnzahlAnteil %LF in Hektar% der LF
Haupterwerb1.0793384.03373
Nebenerwerb2.2116730.99227
Viehlose Betriebe9622917.30715
Ökobetriebe158517.3076
Gesamt3.290100115.025100
Anzahl und Größe der Betriebe
Betriebe nach Größenklassen
Größe in HektarAnzahl
Betriebe
Anteil %
Betriebe
Fläche
(ha)
Anteil %
Fläche
0 bis 101.172365.1514
10 bis 207332210.9199
20 bis 3023875.9195
30 bis 503521113.77912
50 bis 1004851533.56129
100 bis 200270835.78131
über 2004019.9149
Gesamt3.290100115.025100

Kulturarten und Flächennutzung

Tortendiagramm zum Anbau im Landkreis Ansbach: Mais 33 %, Wintergerste 16 %, Winterweizen 15% Zoombild vorhanden

Anbau 2021

Wichtigste Ackerkulturen sind Mais und Gerste. Fast ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche, vor allem in den Talauen von Altmühl, Wörnitz, Rezat und deren Nebenflüssen wird als Grünland für die Milchviehhaltung und zur Energiegewinnung genutzt. Zahlreiche Land- und Forstwirte bauen nachwachsende Rohstoffe für die energetische und stoffliche Verwertung in insgesamt 185 Biogasanlagen an.
Es gibt auch eine Reihe von Sonderkulturen: Zwetschgen und Kirschen wachsen im Hesselberggebiet, Kraut kommt aus Merkendorf. Winzer keltern im Taubertal noch selbst geerntete Trauben. Im Frühjahr freut man sich auf Spargel aus Heilsbronn, der Herbst ist die Saison für den Dinkelsbühler Karpfen.
Kulturen auf den Flächen im Landkreis Ansbach
Das bauen landwirtschaftliche Unternehmen auf den Flächen in unserer Region an:
KulturartHektar
Getreide39.001
davon Weizen11.802
davon Gerste13.168
Mais26.275
davon Silomais25.662
Ackerfutter6.256
Eiweißpflanzen (Ackerbohnen, Erbsen)881
Ölsaaten (Raps, Sonnenblumen)2.808
Zuckerrüben1.144
Kartoffeln405
Gemüse323
Stilllegungen/ Acker aus der Erzeugung1.099
Energiepflanzen (Sudangras, Chinaschilf)230
Sonstige Flächen164
Summe Ackerflächen (AF)78.587
davon ökologische Vorrangflächen10.593
Summe Grünland36.263
Dauerkulturen175
Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) gesamt115.025

Tierhaltung

In unserem Dienstgebiet spielen vor allem die Haltung von Rindern und Mastschweinen eine Rolle. Dazu kommen noch Legehennen, Masthähnchen, Schafe und Pferde.

In Stadt und Landkreis Ansbach halten 1.153 Betriebe 108.522 Rinder

  • Der überwiegende Teil - 38.019 - sind Kühe, die auf 842 Betrieben leben.
  • 319 Betriebe halten mehr als 50 Kühe - genau genommen sind es bei diesen Betrieben im Durchschnitt 87 Kühe.
  • Die durchschnittliche jährliche Milchleistung beträgt 8.610 Kilogramm je Kuh.
  • 16.129 Mastbullen verteilen sich auf 470 Betriebe.
  • 9 Betriebe halten mehr als 50 Mastbullen - genau genommen sind es bei diesen Betrieben im Durchschnitt 125 Mastbullen.
  • In Stadt und Landkreis Ansbach halten 130 Betriebe insgesamt 9.395 Zuchtsauen/Jungsauen. Durchschnittlich hält ein Betrieb damit 72 Zuchtsauen.
  • Anders verhält es sich bei den großen Betrieben: 23 Betriebe halten mehr als 150 Tiere.
  • Auf 547 Betrieben leben 84.231 Mastschweine ab 30 kg. Das sind im Durchschnitt rund 154 Mastschweine pro Betrieb.
  • 71.558 Mastschweine verteilen sich auf große Betriebe: 105 Betriebe halten mehr als 200 Mastschweine - genau genommen sind es bei diesen Betrieben im Durchschnitt 682 Mastschweine.
Weitere Nutztiere
Weitere Nutztiere
TierartBetriebeTiere
Mutterschafe1947.693
Pferde3742.559
Legehennen1.18891.757
Masthähnchen123135.413

Viehbesatz GV/ha LF: 1,01

Biodiversität

Viele Betriebe in unserem Dienstgebiet tragen zum Klima-, Boden- und Gewässerschutz, der Artenvielfalt und zum Erhalt der Kulturlandschaft bei. Sie bewirtschaften ihre Flächen mit Methoden, die über die gute fachliche Praxis und die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.
KULAP-Maßnahmen 2021
2021 haben Landwirtinnen und Landwirte Anträge für unterschiedliche Agrarumweltmaßnahmen gestellt – zum Beispiel:
KULAP-Maßnahmen 2021/ BezeichnungErklärungFläche in Hektar
Umwandlung von Ackerland in GrünlandHumusaufbau, langfristige CO2- Bindung im Humus, Erosionsschutz, geringere Nitratbelastung des Grundwassers505
Extensive Grün- landnutzung entlang von Gewässern (kein Mineraldünger/ chem. Pflanzenschutz)keine Nährstoffeinträge in Oberflächengewässer, Erhöhung der Artenvielfalt1.674
GewässerrandstreifenErosionsschutz bei hängigen Ackerflächen, weniger Nährstoffbelastung von Oberflächengewässern392
Erhalt artenreicher GrünlandbeständeBeibehaltung und Förderung von artenreichen Wiesen, Erhalt natürlicher Lebensräume, extensive Bewirtschaftung306
Vielfältige Fruchtfolge mit alten KulturartenErhalt besonders wertvoller alter Kulturen, mindestens 5 verschiedene Kulturen zur Förderung der Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit891
Blühflächen (jährl. wechselnde/ mehrjährige)Blütenreiche Bestände zur Förderung von Wildtieren, Bienen, Nützlingen auf Ackerflächen604
StreuobstwiesenErhalt und Etablierung wertvoller Streuobstbestände13.847 (Bäume)

Forsten

Rund 16 000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer bewirtschaften etwa 35 000 Hektar Privatwald. Neun Revierförster des AELF Ansbach sind Ansprechpartner für Fragen rund um den Wald und unterstützen insbesondere Schulen im Bereich Waldpädagogik.

Schutzgebiete im Wald (Zahlen gerundet)

  • Naturschutzgebiete: 44 Hektar
  • Natura 2000: 2.938 Hektar
  • Naturwaldreservate: 104 Hektar
Verteilung des Waldbesitzes
 Fläche (Hektar)Anteil
Staats- und Bundeswald17.00029 %
Körperschaftswald5.50010 %
Privatwald35.00061 %

Baumarten

Bislang überwiegt im Dienstgebiet noch das Nadelholz. Dominierende Baumart ist die Kiefer. Der positive Trend bei der Zunahme der Laubhölzer hält an. Inbesondere der hohe Eichenanteil, eine Baumart, die mit dem Klimawandel am besten zurechtkommt, ist positiv zu bewerten. Der Waldanteil im Dienstgebiet beträgt rund 28 %.

Quelle: Mehrfachantrag 2021